Auszug aus der Live-Rezitation: “Frankenstein in Sussex” von H.C.Artmann (Aula der Kolner Universität),

“Sprechen, Darstellen, Spielen, Erfinden” Theater-Seminar an der EZW-Fakultät der Kölner Universität

Schluss der Artmann-Lesung in der Kölner Uni

Düsseldorfer Schauspielhaus

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Presse

Andreas Herzau, Schauspieler und Regisseur

Nach intensivem privaten Schauspielunterricht und ersten Bühnenerfahrungen am Neusser Kellertheater legte Andreas Herzau vor der Prüfungskommission der Bühnengenossenschaft in Düsseldorf seine Reifeprüfung als Schauspieler ab (gleichzeitiges Musikstudium - Hauptfach Gitarre - am Robert-Schumann-Konservatorium) . Von der Abschlußprüfung weg wurde er von Karlheinz Stroux für mehrere Spielzeiten ans renommierte Düsseldorfer Schauspielhaus engagiert. Dort arbeitete er mit legendären Regisseuren wie Jean-Pierre Ponnelle ("Ambrose Kemper" in "Hallo Dolly"(s.Bild), "Der tolle Tag" von Beaumarchais mit Klaus Maria Brandauer als Cherubin, in dem H. auch als Konzertgitarrist auftrat), Karl Heinz Stroux ("Der Widerspenstigen Zähmung" "Macbeth, "Die Plebejer proben den Aufstand" von Günther Grass u.a.), Werner Kraut ("Der Junge" in der Welturaufführung von "Godot ist gekommen" als Partner von Wolfgang Grönebaum) des Jugoslawen Miodrag Bulatovic, Werner Düggelin ("Der Revisor" von Gogol) und Reinhart Spörri ("Witteck geht um" von Tankred Dorst), um nur einige zu nennen. Hier auch  Regieassistenz bei Heinz Engels.Später Engagement am Theater am Neumarkt in Zürich, wo er auch H.C. Artmann kennenlernte. Spielte hier u.a. zusammen mit Ursela Monn und Walo Lüönd eine der Titelrollen in Franz Hohlers Erstauführung "Bosco schweigt". Auch Partner von Giovanni Früh in Molières "Der fliegende Arzt". Fortführung des Musikstudiums an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien beim berühmten Konzertgitarren-Pädagogen Prof. Karl Scheit. In Wien Filmaufnahmen bei der Neuen Delta Film an der Seite von Georg Thomalla in der Komödie "Einer spinnt immer" (Regie: Franz Antel). Auch während seiner sich daran anschließenden Musikerkarriere (unzählige Soloabende, auch als Solist mit Orchester, Schallplatten, Noteneditionen, Rundfunk- und Fernsehauftritte) galt seine Liebe immer dem Theater, zu dem er nie ganz den Kontakt verlor. Anläßlich des 125jährigen Bestehens des Pfalztheaters Kaiserslautern im Jahre 1987 trug man ihm die musikalische Konzeption und Leitung sowie eine Bühnenrolle in Shakespeares "Was Ihr wollt" an, die er mit großem Erfolg übernahm. Auch erarbeitete er für das Theater eine "Hommage" an den legendären spanischen Gitarristen Andrés Segovia, in der er unter Einbeziehung von Tonbandeinspielungen und Lichtregie spanische Lyrik rezitierte und auf seiner  "Fleta" spielte (Premiere im Rheinischen Landestheater, Neuss, 3. Januar '88 im WDR). Seine spätere erfolgreiche Regiearbeit am Stück "Meine Mutter lebte auf einem anderen Stern" des Briten Arnold Wesker im Düsseldorfer JUTA, die mit ausgezeichneten Kritiken bedacht wurde, zeugt ebenfalls von seiner ungebrochenen Affektion zum Theater. Andreas Herzau leitet heute eine Gitarrenklasse an der Universität zu Köln, wo er in Zusammenarbeit mit seinen Studenten und deren Kommilitonen in der Aula der EZW diesen ungewöhnlichen Rezitations-Abend gab.

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