Klasse2

Herzau-Schüler von l. nach r:. Tilman Feistl, Lars Petzold, Alexander Bernd, Patrik Winckler und Norman Lecher

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Radio-Sendung: “Crossover alles”Moderation: Peter Verhees

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Live in Opladen: (s. unten) Lars Petzold und Patrik Winckler spielen den 2. Satz aus dem Duo für zwei Gitarren von A. Piazzolla. (Auszug)

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Lars Petzold spielt auf einer “Eduardo Ferrer” (Granada) aus dem Besitz von Andreas Herzau zusammen mit dem “Collegium Instrumentale” des Musikseminars der EZW-Fakultät der Universität zu Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Schneider, das Konzert für Gitarre und Orchester von Heitor Villa-Lobos (live: 2. Satz)

“Kadenz” (Bindeglied zwischen zweitem und dritten Satz)  für Solo-Gitarre aus nämlichem Konzert. (Solist: Lars Petzold)

 
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Das Collegium Instrumentale der EZW-Fakultät in der Presse

von l.nach r.: Tim Rosemann, Sascha Düx, Rüdiger Schmidt, und Lars Petzold

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Konzertbesprechung vom 12. 04. 2002 ”Das Spiel der leisen Töne” im Archiv

Rezension des gleichen Konzerts der Herzau-Klasse in der “Rheinischen Post” unter dem Titel: ”Beim Tango saß jeder Ton” s. Text  unten

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Live in Opladen:Sascha Düx, Stephan Schliebusch und Roland Kies spielen das Rondo für drei Gitarren von Paul Hindemith (Auszug)

Die Gitarrenklasse Andreas Herzau im Spiegel der Presse:

Aachener Zeitung, Düren

Dienstag 22. September 1998

Mit Spielfreude und Musikalität komplexe Rhythmen zelebriert

Liebhaber klassischer Gitarrenliteratur kamen in der Endart auf ihre Kosten

Ausgerechnet die "Endart", die der Öffentlichkeit als Ort rockiger Lautstärke gilt, war Sonntag Hort intimer musikalischer Konzertkultur für Liebhaber klassischer Gitarrenliteratur. Kenner wußten, daß Andreas Herzau von der Universität Köln ihnen mit seinen Examenskandidaten des EZW (Erziehungswissenschaftlichen Seminars) und Kammermusik von Bach bis Piazzolla" ein vorzügliches Programm bieten würde. Im Endart-Cafe lauschten sie mehr als zwei Stunden einem guten Dutzend Solo-Vorträgen in drei Akten: Lautenmusik der Renaissance und des Barocks, Gitarrenmusik der Klassik und modernen lateinamerikanische Gitarrenstücken. Jeder Interpret setzte sich mit den Werken seiner Wahl einfühlsam und gekonnt auseinander. Dennoch ließen einige Stücke die solistischen Qualitäten auf kostbaren Instrumenten eindrucksvoller erklingen. Da war zunächst Stephan Schliebuschs zauberhaft warmer und melancholischer Klang für "Tombeau sur la morte de M.Comte de Logy" von Silvius Leopold Weiss. Aus der klassischen Zeit der "Gitarromanie" (so Andreas Herzau), die zu gesellschaftlichen Ereignissen mit handfesten instrumentellen Eifersuchtsduellen entbrennen konnte, kam Mauro Giuliani am besten zur Geltung: zunächst mit griffester, klarer Geläufigkeit von Rüdiger Schmidt in den schwierigen "Variationen über ein Thema von G.F. Händel, op. 107", dann in der virtuosen Kraft von Stephan Schliebusch für die "Grande Ouvertüre in forme de sonate, Op.107". Schliebusch gelang auch nach der Pause ansteckend bravourös der Einstieg in das lateinamerikanische Flair von Antonio Lauros "Vals criolo" aus "Cuatro Valses Venezolanos", dem Tim Rosemann das muntere "Zambeando" von Richard Strower folgen ließ. Aus den "Zwölf Etüden" von Heitor Villa-Lobos, einem seiner wichtigsten Gitarrenwerke, anspruchsvoll und zum Teil artistisch-spröde, gab es drei Beispiele. Sascha Düx gestaltete die "Etüde No.11" mit ihren exotischen Motiven der Amazonasklänge harmonisch, rhythmisch und dynamisch besonders differenziert. Krönender Abschluß war die "Tango Suite für zwei Gitarren" von Astor Piazzolla. Wie echte Trapezkünstler setzten Lars Petzold und Patrik Winckler dreimal an, ehe sie mit ihrer Spielfreude und Musikalität die komplexen Rhythmen und Farben des argentinischen Komponisten meisterhaft zelebrierten.

 

RHEINISCHE POST/Lokales Feuilleton/Rhein-Wupper-Zeitung

Donnerstag. 21 Mai 1998 - Nr 117

Musikalische Reise in der Aloysius-Kapelle.

"Ungewöhnliche Nachdenklichkeit und explosive Virtuosität"

von GERO STEINMETZ

OPLADEN

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Oder eine ganze Menge erleben, Dazu muß man nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Manchmal reicht da schon ein Kurztrip, zum Beispiel zur Aloysiuskapelle in Opladen. Denn dort nahmen Studenten der Gitarrenklasse von Andreas Herzau der Universität Köln die Zuhörer mit auf eine Weltreise. Eine musikalische, versteht sich. "Reiseveranstalter": Die Musikschule Opladen und das Katholische Jugendamt Leverkusen, die unter dem Leitgedanken "Hommage à Luise Walker" 50 Mitreisende in der Kapelle begrüßen konnten.

Hochburgen der Gitarre

Irland, Spanien, Brasilien oder Argentinien - die Hochburgen der Gitarrenwelt waren mit bekannten und weniger populären Kompositionen vertreten, die allesamt ihren eigenen Charakter trugen. So zum Beispiel Variationen über das Folias-Thema von Sanz. Wolfram Bäumer gestaltete dieses Werk mit ungewöhnlicher südländischer Nachdenklichkeit aus. Auch bei einem Rondo (zusammen mit Andrés Montaño) erfüllten schöne Echoklänge das Kirchengewölbe. Oder Dowlands Lautenlied "What if I never speed"' bei dem man die Kombination aus Gitarre (Stephan Schliebusch) und Gesang (Angela Weyel) bewundern konnte.

Ebenfalls ein bemerkenswertes Duo: Christine Knoppe (Querflöte) und Roland Kies (Gitarre), die mit "Entr'act" eine wahre Tonflut präsentierten. Lautenklänge brachte Tim Rosemann in Bachs Sarabande a-moll dar und zeigte bei einer Etüde seine immense Fingerfertigkeit. Dies bewies auch Stephan Schliebusch: In Giulianis "Grande Ouverture" steigerte er sich hin zu explosiver Virtuosität. Glänzend, wie er die komplizierten Passagen mit Eleganz meisterte und mit immenser Geschwindigkeit über die Saiten wirbelte. Wer gedacht hatte, Paganini sei lediglich ein teuflischer Geiger, den belehrte Sascha Düx eines Besseren. Denn der italienische Violinist war auch ein hervorragender Gitarrist und Komponist für dieses Instrument, wie die Romanze aus einer Sonate bewies. In dieser wurde Sascha Düx den komplizierten, mit allerlei Raffinessen gespickten Tonfolgen gerecht. Fein ausgearbeitete Motive - das kennzeichnete den Vortrag von Roland Kies, der mit "Capricho Arabe" eines der berühmtesten Stücke des Spaniers Francisco Tarrega zum Besten gab.

Erlebnisreiche Reise

Klar: Auch Flamenco-Rhythmen durften bei dem Gitarrenabend nicht fehlen. Dafür sorgte Patrik Winckler mit einer Rafaga von Turina. Rüdiger Schmidt präsentierte gefühlvoll Variationen über ein Thema von Händel. Musikalischer Höhepunkt des zweieinhalbstündigen Abends: Die Vorträge von Lars Petzold. Der 25jährige beeindruckte mit hoher Musikalität, überragender Akuratesse und gelebter Interpretation. Eine erlebnisreiche musikalische Weltreise.

 

Dürener Zeitung

13.Mai 1997

Gitarren-Matinee mit "Sahne"

Musik im Endart-Cafe

Düren. Eine Matinee im Endart-Cafe widmete der Gitarrist Andreas Herzau mit seiner Gitarrenklasse des Musikseminars der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln dem kürzlich verstorbenen spanischen Konzertgitarristen Narciso Yepes.

Herzaus Gitarrenstudenten brachten dabei ein anspruchsvolles, klassisches Programm auf der Konzertgitarre zu Gehör.

In sieben Blöcken von der Renaissance bis zu Jazz, Pop und Folk lieferten sie einen abwechslungsreichen Querschnitt durch die Musikgeschichte der Zupfinstrumente.

Bunter Querschnitt

Der Initiator dieser musikalischen Matinee, der Dürener Rüdiger Schmidt, spielte eine Cellotranskription von Johann Sebastian Bach und die bekannte Bagatelle "Lento" des modernen englischen Komponisten William Walton.

Die jungen Musiker begannen mit Werken aus der Renaissance. Die Solistinnen Sarah Kellner und Sandra Menges sangen zur Gitarre, und Christine Knoppe unterstützte die Gitarre bei einem Arrangement des berühmten "Greensleeves".

Im Barockteil lag der Schwerpunkt auf Transkriptionen von Bach. Über Klassik gelangten die Künstler zu Romantik und gaben gekonnte Beispiele der temperamentvollen spanischen Gitarrenmusik.

Schließlich beendeten sie ihr Konzert mit Evergreens wie "As time goes by" oder "Girl from Ipanema".

Kleine Überraschung

Zum Abschluß setzte Wolfram Bäumer mit Kompositionen von John Dowland, Sor und einer kleinen Überraschung, nämlich mit dem "Loch in der Banane" (der NDR-Pausenmelodie) von Klaus Weilant dem musikalischen Morgen im Endart-Cafe noch ein Sahnehäubchen auf.

Ein morgendlicher Leckerbissen für alle Dürener Musik- und Gitarrenfreunde. Die Studenten setzten ihrem Vorbild Narciso Yepes ein würdiges, sehr unterhaltsames Denkmal.

(bma)

 

Aachener Zeitung, Düren

Stadt und Land Nr. 279

Mittwoch, 1. Dezember 1999

Faszination des Leisen

Virtuose Gitarrenmusik im Dürener Endart-Café

 

Düren. Faszination des Leisen: Virtuose Gitarrenmusik erklang am Sonntag im Dürener Endart-Café.

Die Klasse von Andreas Herzau vom Erziehungswissenschaftlichen Seminar der Universität Köln spielte auf dem Zupfinstrument Musik von John Dowland bis zu Astor Piazzolla.

Als Gäste aus dem hiesigen Raum wirkten Konstanze Weber-Hürter (Flöte) und Rüdiger Schmidt (Gitarre) mit.

Zu dieser Musik hatte sich ein großer Kreis von Musikfreunden eingefunden. Auf sechs Saiten gab es Originalmusik, wie zum Beispiel Kompositionen von Sor, aber auch Übertragungen wie Tondokumente von Bach. Durch das Programm führte kenntnisreich Andreas Herzau. Das anspruchsvolle Konzert war einem Wegbereiter der modernen Gitarre gewidmet, dem Pädagogen Professor Karl Scheit.

Weitere Mitwirkende dieser Morgenmusik waren: Rosalie Wirtz, Tilmann Feistl, Norman Lecher, Georg Gleske, Nicole Holz (Sopran), Lars Petzold, André Lorenz, Hidir Senol, Alexander Bernd und Patrik Winckler.

 (anik)

 

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Cornelius Winz, Danielle Sander, Patrik Winckler, Rüdiger Schmidt, Anja Farber, Hidir Senol und Andreas Herzau (v. l.  nach r. ) nach ihrem Konzert in Langenfeld (s. untenstehende Besprechung: “Beim Tango saß jeder Ton”).

 

Rheinische Post, Düsseldorf

Erscheinungsdatum: 15.04. 2002

Beim Tango saß jeder Ton

Von HORST SCHAUMANN

LANGENFELD. Dass Spanien kulturell mehr zu bieten hat als Sangria an Mallorcas Stranden wollen die Katholischen Büchereien vermitteln. Zusammen mit dem Katholischen Bildungswerk wurde deshalb ein Programm aufgelegt, um "Irrtümer, Klischees und Gemeinplätze über Spanien" zu beseitigen. In fünf Veranstaltungen wird in den Büchereien von Christus König, St. Josef und St. Martin Wissenswertes über das Land, seine Leute und ihre Kultur zu hören sein. Zum Auftakt begrüßte Roswitha Helmus ein kleines, aber interessiertes Publikum im Pfarrheim von St. Paulus zu Musik und Lyrik.

Dazu hatte man von der Uni Köln den Konzertgitarristen Andreas Herzau und fünf seiner Studierenden mit der Flötistin Anja Farber gewinnen können. In St. Paulus griff er nicht in die Saiten, sondern rezitierte im Wechsel mit der Musik Texte des spanischen Dichters Federico Garcia Lorca.

Die musikalischen Aspekte deckten die jungen Künstler ab. Einen feurigen Auftakt boten Farber (Querflöte) und Rüdiger Schmidt (Gitarre) mit Iberts "Entr' act", um nach einem ruhigeren Teil mit quirligen Läufen dem spritzigen Finale zuzueilen.

Hidir Senol ließ auf seiner Gitarre Stücke des Brasilianers Heitor Villa-Lobos gefühlvoll erklingen. Beim berühmten "Recuerdos de la Alhambra" von Tárrega wollten noch nicht alle Tremoli sauber von der Saite perlen. Auch Cornelius Winz spielte mit feinem Ausdruck tänzerisch ein Werk desselben Komponisten. Danielle Sander spielte zunächst eine Gavotte. Zusammen mit Winz spielte sie dann in schönem Instrumental-Dialog Fernando Sors Introduction und Thema mit Variationen.

Fingerakrobat bereitet Hörgenuss

Eine bravouröse Interpretation bot Patrik Winckler mit Francisco Tárregas "Gran Jota Aragonesa", die er sehr tonfarbenreich gestaltete. Dynamik und Fingerakrobatik verbanden sich zum Hörgenuss.

Den Schlusspunkt setzten wieder Farber und Schmidt mit Kompositionen des Argentiniers Astor Piazzolla für Flöte und Gitarre. Nach dezenter Einleitung der Gitarre gesellte sich die Flöte dazu, gemeinsam wurden die Strukturen des Tangos piazzollascher Prägung herausgearbeitet. Hier stimmte einfach alles, hier saß jeder Ton. Schmidt spielte auswendig und konnte so ganz auf das Spiel seiner Partnerin eingehen. Musikantisches vom Feinsten!

Viel Beifall der interessierten Schar. Zum Dank gab's ein Berghausener Blümchen.